Blumen für Balkon und Garten als Nahrung für Bienen, Hummeln und Co
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Wildbiene des Jahres 2017 Knautien-Sandbiene

Wildbiene des Jahres 2017 Knautien-Sandbiene

Auch die Knautien-Sandbiene gehört zu den in Deutschland gefärdeten Wildbienen. Sie wurde nun zur Wildbiene 2017 gewählt.

Da Knopf- bzw. Witwenblumen (Knautien) als Futterpflanze der Knautien-Sandbiene in Wiesen immer weniger werden, helfen hier auch herkömmliche Nisthilfen allein nicht weiter.

Als Hilfe sollten in der Nähe kahle oder schüttere Sandflächen als Nistmöglichkeit vorhanden sein. Diese Flächen dann bitte nicht umgegraben, wenn dort Bienen nisten.

Weiter hilft dieser Art – und vielen anderen Bienen und Schmetterlingen – die Anpflanzung von Knopf- bzw. Witwenblumen auch in Gärten und an Wegrändern. Siehe dazu den Garten-Tipp unten.

Wahl der Wildbiene des Jahres 2017

Die Wahl der Wildbiene des Jahres erfolgt durch das Kuratorim „Wildbiene des Jahres“. Auch zu der neuen Wahl ist wieder ein informativer Flyer (PDF)  erschienen. Darin wird insbesondere auch zur Hilfe für die in Deutschland geährdete Art aufgerufen:

Hilfe für die Knautien-Sandbiene

Die Wiesen-Witwenblume ist zwar in ganz Deutschland verbreitet, doch haben ihre Vorkommen in den letzten Jahrzehnten rapide abgenommen. Durch fortschreitenden Umbruch der Wiesen in Ackerland, die starke Düngung und häufige Mahd der noch verbliebenen Wiesen ist die Wiesen-Knautie massiv zurückgedrängt worden. Auch Straßen- und Wegränder sind aufgrund der häufigen Mulch-Mahd extrem an Blüten verarmt. Damit ging vielerorts die einzige Nahrungsquelle der Knautien-Sandbiene verloren. Die Art wird deshalb in der Roten Liste der Wildbienen Deutschlands als gefährdet (Kategorie 3) eingestuft.

Tipp für Gärten: Knopf- oder Witwenblumen

Die Knopf- oder Witwenblumen (Knautien)  sind einjährige Pfanze. Sie locken sowohl Bienen und Schmetterlinge an.

Die natürliche Ausbreitung der nussartigen kleinen Früchte erfolgt in der Natur über Ameisen.

Beliebt sind für Gärten z. B. die Purpurne Witwenblume, Knautia macedonica. (ca. 80cm hoch, Blüte: Juni bis August). Wer also im Frühjahr Witwenblumen oder Knopfblumen (Knautien) anpflanzt, kann etwas für die gefährdete Art, andere Bienen und Schmetterlinge tun.

Knautien-Sandbiene suchen

Das Kuratorium „Wildbiene des Jahres“ will die Bestände der Wildbiene des Jahres 2017 erfassen. Im Wege der „citisen science“ wird daher zur Mithilfe bei der Suche der gefärdeten Art in ganz Deutschland aufgefordert.

Helfen Sie bitte mit, das Verbreitungsbild der Knautien-Sandbiene zu aktualisieren! Schauen Sie in der Zeit von Anfang Juni bis Ende August an Beständen mit blühenden Witwenblumen, ob Ihnen die Knautien-Sandbiene beim Blütenbesuch auffällt. Wünschenswert wäre es, wenn Sie auch ein Foto der Tiere machen könnten.
Wenn Sie die Knautien-Sandbiene entdecken, melden Sie sich bitte unter: www.wildbienen-kataster.de

Beobachtungs-Tipp: Die Knautien-Sandbiene soll laut Scheuchel/Willner noch in ganz Deutschland zu finden sein. In dem Flyer zu den Wildbienen des Jahres 2017  finden Sie hilfreiche Bilder zur Abgrenzung von anderen Arten. Helfen Sie mit die noch vorhandene Verbreitung der Art zu erfassen.

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