Blumen für Balkon und Garten als Nahrung für Bienen, Hummeln und Co
Links

Links für einen ersten Einstieg in's Thema

Garten-Wollbiene, Foto: Exner Juli 2016

Garten-Wollbiene, Foto: Exner Juli 2016

Die Garten-Wollbiene (Anthidum manicatum) wird auch große Wollbiene genannt. Der Name Wollbiene leitet sich aus einer Eigenart beim Nestbau ab: Die Weibchen kleiden das Nest mit pflanzlichen Drüsenhaaren aus. Diese werden z. B. von Brombeere oder Wollziest abgeschabt. Die Auskleidung des Nests soll gegen Nässe und Parasiten helfen.

> Bild: Garten-Wollbiene im Juli 2016, aufgenommen im botanischen Garten Hamburg („Planten un Blumen“). – Foto: Exner (zur Vergrößerung auf das Bild klicken.)

Beobachtungs-Tipp

Besonderheiten der Garten-Wollbiene

Die Große Wollbiene ist eine Solitärbiene, die von Juni bis September fliegt. Auffällig sind die Männchen, die oft um ein Zeistfeld als „Revier“ patrouillieren.

Rempelei am Blumenbeet!

Die Männchen bilden „Reviere“ für die Weibchen. Aus diesen Revieren werden die anderen Männchen durch Anrempeln verdrängt. Dabei gehen die Männchen nicht zimperlich vor … es kann auch schon einmal eine Hummel aus dem Revier gerempelt werden.

Obwohl Männchen bei Bienen keine Stachel besitzen, haben die Männchen der Garten-Wollbienen Dornen am Hinterleib. Mit dem dornenbesetzten Hinterleib wird der Konkurrent um die Weibchen angegriffen. Hintern voraus!

Von den fünf Dornen beim Männchen der Garten-Wollbiene leitet sich auch das Beiwort „manicatum“ ab; der lateinische Ausdruck für „Hand“.

Na ja, mit den Dornen wird auch jedes andere Insekt angegriffen, welches das Männchen eben für einen Konkurrenten hält. Das kann dann auch schon einmal eine deutlich größere Hummel sein.

Im Gegensatz zu vielen anderen Solitärbienen sollen die Weibchen zuerst schlüpfen. Dann erst schlüpfen die Männchen (ca. 16 mm), die größer sind als die Weibchen (ca. 12 mm) ebenfalls eine Ausnahme unter den Wildbienen.

Die Garten-Wollbiene als Wollbienen (Name: Anthidum) ernährt sich vorwiegend von Schmetterlings-, Rachen- oder Lippemblütlern. Dies sind z. B. Zeist, Luzerne oder Fingerhut. Es lässt sich daher für diese Bienen auch immer eine spezielle und attraktive Gartengestaltung durchführen.

Verwechslung?

Die Große Wollbiene ist die Vertreterin der Spezies Anthidum, die noch relativ häufig gesehen werden kann. Dabei sind die von der Farbgebung her gelb-schwarzen Wildbienen auch zuweilen mit „pummeligen“ Wespen verwechselt. Dabei sind diese Wildbienen echte Vegetarier, die sich gern in Gärten, Parks, Waldlichtungen und Lehmgruben.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.