Blumen für Balkon und Garten als Nahrung für Bienen, Hummeln und Co

Die allgemein als Goldbiene oder Fuchsrote Sandbiene bekannte Wildbiene kann aktuell in Kiel beobachtet werden.

Die zu den Sand- bzw. Erdbienen gehörende Fuchsrote Sandbiene (Andrena fulva) konnte ich am 29.03.2017 zwischen Holtenauer- und Feldstraße in einem Blumenbild finden.

Besondere Kennzeichen dieser Wildbiene ist die zunächst fast rostrote Behaarung an Brust (Thorax) und Hinterleib (Abdomen). Der Kopf und die Beine sind im Übrigen schwarz (das kleinere Männchen hat allerdings einen „weißen Bart“).

Das Foto – bei bestem Sonnenschein aufgenommen – sollte insb. den kleinen Naturforschern in Kiel Anreiz sein, die Augen offen zu halten: Auch in einer Stadt können immer wieder „bunte“ Wildbienen entdeckt werden. Und mit der Zeit lernt man so auch als „Stadtmensch“ ein bisschen Natur vor der Haustür zu schätzen. Die fuchsrote Sandbiene kann dabei schon im Ende März gefunden werden. Dass es die Bienen in Schleswig-Holstein außerhalb der Städte oft schwerer haben als in der Stadt. Nun: dies ist ein anderes Thema …

Fuchsrote Sandbiene (Andrena fulva)

Fuchsrote Sandbiene (Andrena fulva)

Bild: Fuchsrote Sandbiene bzw. Goldbiene (Andrena fulva), Weibchen in einem Krokus; Foto: Siegfried Exner, Kiel

Wildbienen im Garten

Durch Pflege im Garten oder fachliche übliche Verwaltung öffentlicher Grünflächen werden oftmals Wildbienen nachhaltig vertrieben. Die Fuchsrote Sandbiene gräbt Nester selbst in den Boden. Übliche Nisthilfen, wie Bienen- oder Insekten-Hotels helfen der Fuchsroten Sandbiene also nicht weiter. Dies gilt ebenso für alle anderen Erd- bzw. Sandbienen.

Im Zusammenhang mit der Goldbiene, bzw. treffender Fuchsrote Sandbiene (Andrena fulva) hat eine umfassende Gartenpflege der Bienen-Experte Hans-Jürgen Martin in Frage gestellt:

„Der Grund, warum manche Gartenbesitzer ein solches Naturjuwel in ihrem Garten haben, andere aber nicht, hängt auch mit der Intensität der Gartenpflege zusammen: Wer als Sklave seinen Gartens ständig Plattenfugen auskratzt, Wege einfasst und asphaltiert, Boden umgräbt und bepflanzt oder einsäht, düngt und wässert, der zerstört Andrena-Nester nachhaltig; wer der Natur mehr Raum läßt zur Entfaltung, bietet auch A. fulva Lebensraum!

Der deutsche Name dieser Biene rechtfertigt sich übrigens nicht schon im März: Ihre zunächst frische, fuchsrote Färbung wird bis zum Mai zunehmend „goldig“ bzw. „strohig“.“

Quelle: Hans-Jürgen Martin auf wildbienen.de – Dort auch zahlreiche weitere Bilder und Informationen über die Fuchsrote Sandbienen bzw. Goldbiene (Andrena fulva)

Für Erd- bzw. Sandbienen und insbesondere die Fuchsrote Sandbiene gilt daher in Bezug auf regelmäßige Gartenpflege: Weniger ist oft mehr! Bleibt zu hoffen, dass sich im ‚mustergültigen‘ Vorgarten vielleicht auch eine verdeckte Ecke findet. Für Natur- oder Kleingärtner ist eine Siedlungsecke für Sandbienen kein Problem.

Fuchsrote Sandbiene im Garten?

Die Fuchsrote Sandbiene ist – wie alle Wildbienen – sehr friedlich. Da die einzelnen Weibchen als Solitärbienen keinen Stock verteidigen, sind sie eher auf der Flucht als als gefährlich „wild“. Na ja und die männlichen Exemplare (Drohn) haben keinen Stachel.

Tipp: Wenn ein Erdnest der kleinen Wildbienen gefunden wird, sollte man dies kennzeichnen. Z. B. mit Bambus und einem farbigen Faden kann die zufällige Zerstörung beim Rasenmähen, graben oder rechen zuverlässig verhindert werden.

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